Evangelisch-Lutherische Philippusgemeinde Gifhorn

Der Altarraum in St. Philippus
Der Altarraum in St. Philippus

Unser Altarraum

< zurück

Unser Gemeindezentrum in der Hamburger Straße ist eine ehemalige Bäckerei. Sie wurde mit viel Eigenarbeit zu einem ansprechenden Gemeindezentrum mit integrierten Kirchraum umgestaltet.

Die künstlerische Gestaltung des Altarraums zu dem Bibelwort "Jesus Christus spricht: Ich bin das Brot des Lebens" übernahm der Vatikanische Weltbildhauer Prof. Josef C. Kalmbacher aus Gifhorn.

Der 2012 verstorbene Künstler deutete seine Gestaltung bei der Einweihung der Kirche am 26.09.2010 mit diesen Worten:

Gott ist die alles überragende Intelligenz, welche die Welt und alles, was auf ihr lebt, geschaffen hat. Er hat uns nicht nur das Leben geschenkt, sondern er lenkt es auch.

„Die Achse der Schöpfung – das Auge des Weltalls“. 2004 war das mein Thema eines Referats im Vatikan aus Anlass der Verleihung des Ehrentitels „Vatikanischer Weltbildhauer“ durch Johannes Paul II. im Jahre 2003. Der Grund war die Weltausstellung Mostra Internationale 1987 im Museo del Risorgmento (Rom) als mein Werk „Ecce Homo“ von 92 Ländern Weltsieger wurde.

Die Kirche braucht die Kunst.
Sie braucht sie zur Vermittlung ihrer Botschaft, das Wort Gottes uns Menschen näher zu bringen. Nur so kann das Wort lebendig bleiben und zugleich die Menschen bewegen.
Im Neuen Testament wird Christus das „Bild“, die Ikone des unsichtbaren Gottes genannt. Sie ist nicht nur Kirche des Wortes, sondern auch der Sakramente, der heiligen Zeichen und Symbole.

Der neue Altarraum in der Philippus-Kirche stellt das Wort in den Raum: „Christus spricht: Ich bin das Brot des Lebens.“
Dieses ist das Vermächtnis des Altars und Raumes.
Es soll uns dauerhaft seine Worte, bildlich und plastisch, übermitteln.

Wir sehen das freischwebende Kreuz, an dem er für die Menschheit starb. Die Vertikale, die Horizontale, die Urspuren der Verbindungen unseres Weltalls. „Die Schöpfung“.
Das helle Auge der Schöpfung, darin das Brot des Lebens von Jesus Christus versprochen. Das Gottesgeschenk an die Schöpfung und an die Menschheit.

Der Altar ist eingebunden in den Schöpfungsvorgang unseres Weltalls – unserer Erde, auf der er selbst „als Gottes Sohn“ lebte.
Die Achse der Schöpfung,
das Auge des Weltalls,
das Brot des Lebens.
Er ist eine große Monstranz, in der „das Brot des Lebens“ – wie von Jesus Christus verheißen – sich uns Menschen plastisch und bildhaft vorstellt.

Die ganze Anlage des Altarraumes zeigt uns seine Anwesenheit in diesem Gotteshaus mit Altarraum:

  • Der Boden, die Vielfalt der Menschheit
  • der Hochaltar, leicht gewölbt mit beiderseitigen Armen, die uns einladen und gleichzeitig Schutz geben
  • der Altar, der uns die überragende göttliche Intelligenz übermittelt, welche die Welt und alles, was auf ihr lebt, geschaffen hat, bewahrt und lenkt
  • Taufbecken, Kerzenständer, Ambo, Kanzel und Altar bilden eine Einheit zur Verkündigung von Gottes Wort und Handlungen seines Vertreters zur Ehre Gottes.